Garten im Burgund - Update Mai 2017

Höchste Zeit über den Zustand des Gartens im Burgund zu berichten! Der Winter war der kälteste seit 2012 mit einem absoluten Temperaturminimum von -10 °C und je zwei Dauerfrostperioden von 3 resp. 4 Tagen (Daten von Wetterstation bei Macôn). Wie jedes Jahr wurde an den Pflanzen keinerlei Schutz angebracht (mit Ausnahme einer Mulchschicht bei wenigen Pflanzen). Der grösste Teil der exotischen Pflanzen hat den Winter gut überstanden, leider sind auch einige wenige Totalausfälle zu verzeichnen. So hat die kräftige Jubaea chilensis nicht überlebt sowie auch frisch gepflanzte Sämlinge/Jungpflanzen von Sabal bermudana, S. blackburniana, S. uresana und T. takil 'Kalamuni' (!?!). Starke Blattschäden haben die folgenden Palmenarten davongetragen: Sabal causiarum, Sabal sp. 'Riverside', Trachycarpus oreophilus und T. ukhrulensis. Keine Blattschäden, aber Herzfäule gab es bei Trachycarpus princeps 'New Form' und einem Stämmchen der Doppel-Trithrinax campestris. Sehr erstaunt bin ich über das gute Abschneiden von Aloe striatula. Sie steht zwar ziemlich geschützt, Dauerfrost hätte ich ihr aber nicht zugemutet!

Eine nahezu komplette Liste der Pflanzen im Burgund und deren Abschneiden im Winter 2016/2017 kann hier runtergeladen werden:

Download
Zustand_Pflanzen_Burgund_2017.xlsx
Microsoft Excel Tabelle 14.0 KB

Die folgenden Fotos wurden Ende Mai 2017 aufgenommen. Zur Vergrösserung und um eine Beschriftung zu erhalten einfach auf das jeweilige Foto klicken - viel Vergnügen! Ein Bericht über den Zustand der Pflanzen vor dem Winter ist hier vorzufinden.

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Kommentare: 2
  • #1

    Aramis (Montag, 19 Juni 2017 13:28)

    Hey Vinc

    Super Update, danke! Wie es aussieht kommen die Sabals viel besser im Burgund zurecht als so manche Trachysorte... denkst du das hat seinen Grund im trockeneren Klima? Wie sehen denn im Vergleich die Trachysorten in Schaffhausen aus, zb die new Form?

    LG Aramis

  • #2

    Vincent (Montag, 19 Juni 2017 14:46)

    Hallo Aramis,

    danke für deine Nachricht!

    Ich denke die Sabalss schneiden im Allgemeinen so gut ab, weil ich sie einfach an mikroklimatisch begünstigteren Stellen ausgepflanzt habe als viele der Trachys. Ich bin überzeugt, hätte ich T. princeps 'New Form', T. ukhrulensis und T. oreophilus an der Südmauer gepflanzt bei der grossen Sabal bermudana, hätten sie auch keine Schäden erlitten.
    T. princeps 'new form' in Schaffhausen steht ziemlich begünstigt, freistehend hätte sie den letzten Winter ungeschützt wahrscheinlich nicht überstanden. Auch T. oreophilus und T. ukhrulensis gebe ich in Schaffhausen langfristig nur eine Chance an einem geschützten Plätzchen und mit Mulchung und Vlies.
    Sabals mögen ja eigentlich keine Trockenheit (ausser ev. S. uresana hat damit kein Problem), deshalb denke ich funktioniert es mit denen im Burgund einfach so gut, weil ich sie alle in sandige Böden gepflanzt habe, welche sich schnell aufwärmen an gegen Süden exponirten Mauern. Die Trockenheit während der Vegetationsperiode scheint eher hinderlich zu sein.
    Feuchtigkeit im Winter scheint die meisten Sabals auch nicht zu kümmern, ich hatte so weit ich mich erinnern konnte noch nie Herzfäule bei einer Sabal.

    LG Vincent